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Selbsthilfeeinrichtungen

Der Selbsthilfeeinrichtungen für den öffentlichen Dienst

Die Selbsthilfeeinrichtungen im DBW
Im Deutschen Beamtenwirtschaftsring sind die beiden Spitzenorganisationen - dbb beamtenbund und tarifunion und Deutscher Gewerkschaftsbund - und siebzehn Selbsthilfeeinrichtungen zusammengeschlossen. Diese Selbsthilfeeinrichtungen haben im öffentlichen Dienst ihre Herkunft und sind beispielsweise von Beamten, Lehrern und Pfarrern gegründet worden.

Hilfe zur Selbsthilfe hat nicht Bedeutung verloren. Dies zeigt auch ein Auszug aus der Rede des ehemaligen Staatssekretärs im Bundesinnenministerium, Günter Hartkopf, die er anlässlich der Hauptversammlung des DBW im Jahre 1981 zum Thema "Der öffentliche Dienst und seine Selbsthilfeeinrichtung" gehalten hat.

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Der öffentliche Dienst und seine Selbsthilfeeinrichtungen

Der öffentliche Dienst wird in dieser Zeit nicht gerade mit Streicheleinheiten verwöhnt. Altgewohnte und unberufene Kritiker lassen sich erneut in bewährt unqualifizierterWeise über die Mitarbeiter im öffentlichen Dienst aus.Wir müssen diese Aussagen und Vorschläge ernst nehmen, vor allem, wenn Neid die Antriebskraft so manchen so genannten „Sparvorschlags" ist. Die Kollegen im öffentlichen Dienst müssen sich aber nicht alles gefallen lassen. Deutliche Antworten sind zu geben.

Darum bin ich gern zu Ihnen nach Bremen gekommen. Ich will die Gelegenheit wahrnehmen, vor der Hauptversammlung es Beamtenwirtschaftsringes einige Ausführungen zur Lage des öffentlichen Diensts allgemein zu machen. In diesem Rahmen können Sie auch Ausführungen zur Bedeutung und zu den Aufgaben der Selbsthilfeeinrichtungen erwarten.

Der öffentliche Dienst
und seine
Selbsthilfeeinrichtungen
Der Beamtenwirtschaftsring wird von den Spitzenorganisationen und Gewerkschaften getragen. Dies gibt willkommene Gelegenheit, einen bewährten Dialog mit Partnern und Freunden einmal an einem anderen Art und vor einem breiteren Publikum fortsetzen zu können.

Wenn man die Liste der Mitglieder des Beamtenwirtschaftsringes vor sich Revue passieren lässt, ist man erfreut über die Fülle der wirtschaftlichen Aktivitäten. Ohne eineWertung vornehmen zu wollen, müssten nach meiner Auffassung, was die segensreiche Bedeutung für den öffentlichen Dienst angeht, diejenigen Institutionen ermutigt werden, die insbesondere für die Angehörigen der unteren Besoldungsgruppen und der entsprechenden Tarifbereiche so viel Positives schaffen. Gerade in diesem Bereich hat sich der Gedanke der Selbsthilfe so außerordentlich bewährt. Es ist darum folgerichtig, dass der Gesetzgeber diesen Sachverhalt in den Regelungen zum Nebentätigkeitsrecht gewürdigt hat.

Die Beamtenselbsthilfeeinrichtungen blicken auf eine 100-jährige Tradition zurück. Obwohl Kinder einer Notzeit, haben sie sich besonders nach dem 2.Weltkrieg bis zum heutigen Tage, an dem es erfreulicherweise „echte Not" auch im öffentlichen Dienst wohl nicht mehr gibt, kräftig weiterentwickelt.

Wenn auch die allgemeinen wirtschaftlichen Gegebenzeiten zurzeit nicht optimal sind, so wünsche ich gerade jetzt auf längere Sicht den Gliedern des Beamtenwirtschaftsringes weiterhin Aufschwung und Gedeihen.

Es sind die Menschen im öffentlichen Dienst, die bei sich verschärfenden Rahmenbedingungen durch Selbsthilfe wirtschaftliche Vorteile erarbeiten – und sie auch behalten sollten.

Der Deutsche Beamtenwirtschaftsring und seine Mitglieder leisten einen geachteten Beitrag für dasWohlergehen der Angehörigen des öffentlichen Dienstes. Sie alle repräsentieren anschaulich die Kraft und die Dynamik eines richtig verstandenen Gedankens der Selbsthilfe und ergänzen vielseitig die Arbeit der Spitzenorganisationen und Gewerkschaften.

Ich wünsche Ihrem Gesamtverband und den einzelnen angeschlossenen Unternehmen gerade in dieser schwierigen Zeit eine gesunde Weiterentwicklung.

Daran wird es nicht fehlen, wenn wir alle– wir Angehörigen des öffentlichen Dienstes – geschlossen zusammenhalten.

Auszug aus der Ansprache auf der Hauptversammlung des Deutschen Beamtenwirtschaftsringes e.V. am 29. April 1981 in Bremen, Dr. Günter Hartkopf, Staatssekretär im Bundesministerium des Innern


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